Zweite Pressemeldung der Verteidigung in Sachen des
Arztes Dr. Hartmut W. Hopp i. Z.. m. dessen früheren Tätigkeiten in Chile

– bei der Staatsanwaltschaft Krefeld anhängige Ermittlungsverfahren –

Schon wieder „Lärm“ in der Öffentlichkeit um einen Mann, dessen Schuld nicht bewiesen ist! Hexenverbrennung???

Zutreffend ist, dass die Staatsanwaltschaft Krefeld gegen den Arzt Dr. Hartmut Wilhelm Hopp seit 2011 – auch gegen neue Vorwürfe betreffend seine Zeit in Chile – ermittelt (siehe meine 1. Pressemeldung vom 02.11.2011, nachzulesen auch auf meiner Homepage). Die dem Beschuldigten jetzt in Krefeld gemachten Vorwürfe von Straftaten in Chile (teilweise offenbar viele Jahre / Jahrzehnte zurückliegend) werden – auch aus Verteidigersicht – letztendlich strafrechtlich nicht haltbar sein.

Zutreffend ist, dass es – was in unserem Rechtsstaat normal ist – ein Angebot der Staatsanwaltschaft Krefeld zu einer Beschuldigtenvernehmung gibt. Der Beschuldigte war – und bleibt – auch dabei kooperativ! Er ist überobligatorisch bemüht, den deutschen Behörden bei der Aufklärung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe aufhellend zu helfen und somit aufklärend mitzuwirken.

Zutreffend ist, dass das seit vielen Jahren alte Strafverfahren in Chile bezüglich des Arztes Dr. Hartmut Wilhelm Hopp derzeit weiterhin zu keinem rechtskräftigen Abschluss gekommen ist und dies in absehbarer Zeit – schon aus Rechtsgründen – auch nicht der Fall sein dürfte.

Zutreffend ist, dass auch im Falle meines Mandanten der Grundsatz der Unschuldsvermutung gemäß Artikel 6 II der EMRK (Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten) sowie gemäß unserem Grundgesetz gilt und jegliche Vorverurteilungen deplatziert wären. Eine derartige „Unschuldsvermutung“ ist zum Schutz eines Beschuldigten und zur Wahrung seiner Rechte nach der Strafprozessordnung und den verfassungsrechtlichen Grundsätzen in Deutschland auch im derzeitigen Verfahrensstadium zwingend geboten und allseits zu achten!

Zutreffend bleibt für Unterzeichner als engagiertem Strafverteidiger, dass Verteidigung in einem Ermittlungs-/Strafverfahren nicht selten ständiger Kampf ist und bleibt. Dabei hat ein Verteidiger auch die Aufgabe, mit allen gesetzlichen Mitteln seinem Mandanten in Strafsachen zu unterstützen, auch gegen etwaige Einschränkungen seiner Grundrechte. Der Arzt Dr. Hartmut Wilhelm Hopp steht für etwaige Interviews / Statements grundsätzlich nicht zur Verfügung! Auch wenn eine Verteidigung von mir als bundesweit tätigem Strafverteidiger i. d. R. über die Medien / Öffentlichkeit nicht erfolgt, stehe ich dennoch für allgemeine Rückfragen (fern-)mündlich – nach Absprache – u. U. zur Verfügung. Eigene Bewertungen zu den strafrechtlichen Vorwürfen dürfen von mir als Strafverteidiger des Dr. Hartmut W. Hopp bei einem solchen Kontakt der (nachgewiesenen) Medienvertreter allerdings auch jetzt nicht erwartet werden. Mit Sicherheit werden sie über den Inhalt dieser heutigen Pressemeldung nicht hinausgehen!

Börgerende an der Ostsee im Landkreis Rostock, gelegen zwischen Rostock-Warnemünde an der Ostsee und dem westlichen Heiligendamm an der Ostsee,
den 12. Februar 2012